Du möchtest sagen können: Hier habe ich etwas bewirkt
Bedeutsamkeit (Significance), Domäne: Einflussnahme (Influencing)
Du arbeitest seit einigen Jahren in einem Unternehmen, hast einen guten Job, nette Kollegen und verdienst ordentlich. Eigentlich könntest du zufrieden sein. Trotzdem fehlt dir etwas. Du erledigst deine Aufgaben, sitzt in Besprechungen und schließt Projekte ab. Die Zahlen stimmen, aber immer häufiger fragst du dich: „Was bewirke ich hier eigentlich?“ Du möchtest einen Beitrag leisten, auf den du stolz sein kannst. Vielleicht willst du ein wichtiges Projekt voranbringen, eine größere Veränderung verantworten oder etwas aufbauen, das anderen Menschen hilft. Und du möchtest, dass andere erkennen, was du geleistet hast.
Wenn Bedeutsamkeit (Significance) zu deinen stärksten Gallup-Talenten gehört, kommt dir das womöglich bekannt vor. Menschen mit diesem Talent möchten etwas Wichtiges bewirken und für ihren Beitrag anerkannt werden.
Was sie als bedeutsam empfinden, kann ganz unterschiedlich sein: eine verantwortungsvolle Führungsposition, eine Idee, die das Unternehmen verändert, oder eine Organisation, die Menschen unterstützt.
Gemeinsam ist ihnen der Wunsch, mit ihren Fähigkeiten etwas zu schaffen, das über die Erledigung alltäglicher Aufgaben hinausgeht.
Das zeichnet dich aus
Wenn dir jemand eine Aufgabe überträgt, möchtest du wissen, warum sie wichtig ist. Du hast hohe Ansprüche an deine Arbeit und übernimmst gerne Verantwortung, besonders dann, wenn du etwas sichtbar verändern kannst.
Deine Führungskraft bietet dir zwei neue Aufgaben an: Die erste ist überschaubar, gut planbar und relativ unkompliziert. Die zweite betrifft mehrere Abteilungen, wird von der Geschäftsführung aufmerksam verfolgt und könnte die Zusammenarbeit im Unternehmen deutlich verbessern. Welche reizt dich mehr?
Mit ausgeprägter Bedeutsamkeit vermutlich die zweite. Dort kannst du deine Fähigkeiten einsetzen, etwas bewegen und mit deiner Leistung wahrgenommen werden.
Diese Anerkennung ist dir wichtig. Es macht für dich einen Unterschied, ob ein Projekt einfach als erledigt gilt oder ob jemand ausdrücklich erkennt, welchen Beitrag du dazu geleistet hast.
Die Superkraft
Der Wunsch, etwas Wichtiges zu bewirken, kann dich antreiben, anspruchsvolle Ziele zu verfolgen und dich mit großer Ausdauer dafür einzusetzen.
Ein Unternehmen möchte beispielsweise seine Kundenbetreuung verbessern. Beschwerden häufen sich, die Abläufe sind kompliziert und die Mitarbeitenden sind frustriert, weil sie Kunden kaum so helfen können, wie sie gerne würden.
Eine Führungskraft mit ausgeprägter Bedeutsamkeit übernimmt das Projekt. Sie möchte einen Bereich aufbauen, auf den das Unternehmen stolz sein kann: Kunden sollen schnell kompetente Unterstützung bekommen und Mitarbeitende wieder gerne dort arbeiten. Dafür setzt sie anspruchsvolle Ziele, gewinnt andere für das Vorhaben und investiert viel Zeit in die Umsetzung.
Nach einigen Monaten gehen die Beschwerden zurück, die Abläufe funktionieren besser und das Team erlebt, dass seine Arbeit etwas verändert. Für die Führungskraft zählt dabei auch, was hinter den verbesserten Kennzahlen steckt: Sie hat etwas geschaffen, das Kunden und Mitarbeitenden zugutekommt.
Dein Wunsch nach Bedeutung kann dich dazu bringen, Verantwortung für Veränderungen zu übernehmen, die anderen lange zu groß oder zu aufwendig erschienen sind.
Typische Stärken
Menschen mit ausgeprägter Bedeutsamkeit können häufig besonders gut:
- Anspruchsvolle und bedeutsame Ziele verfolgen
- Verantwortung für wichtige Vorhaben übernehmen
- Sich für Projekte mit großer Wirkung engagieren
- Hohe Erwartungen an den eigenen Beitrag stellen
- Sichtbare Verbesserungen anstreben
- Andere für wichtige Ziele gewinnen
- Sich für die Anerkennung guter Leistungen einsetzen
- Langfristig darauf hinarbeiten, etwas zu bewirken
- Aus dem Wunsch nach Bedeutung Motivation entwickeln
Dieses Talent kann besonders dort wertvoll sein, wo Menschen Verantwortung übernehmen und nachhaltig etwas verändern möchten: bei strategisch wichtigen Projekten, beim Aufbau neuer Geschäftsbereiche, in Führungspositionen oder bei Vorhaben, die Kunden, Mitarbeitenden oder der Gesellschaft zugutekommen. Du bringst dabei eine Frage ein, die im Arbeitsalltag leicht untergeht: „Was möchten wir mit all dem eigentlich bewirken?“
Mögliche Schattenseiten
Monatelang hast du an einem wichtigen Projekt gearbeitet, Schwierigkeiten gelöst und Verantwortung übernommen. Nach dem erfolgreichen Abschluss bedankt sich deine Führungskraft in der nächsten Besprechung kurz beim gesamten Team. Dann geht es weiter. Du bist enttäuscht. Natürlich haben viele Menschen zum Erfolg beigetragen, aber du hast persönlich enorm viel investiert und hättest dir gewünscht, dass jemand das ausdrücklich würdigt.
Menschen mit Bedeutsamkeit können empfindlich reagieren, wenn ihr Einsatz übersehen wird. Schwierig wird es, wenn die Anerkennung anderer zum wichtigsten Maßstab für den eigenen Erfolg wird.
Dann fragst du dich womöglich häufiger, ob deine Arbeit beeindruckend wirkt, als ob du selbst mit ihrem Ergebnis zufrieden bist. Auch alltägliche Aufgaben können an Reiz verlieren, wenn daneben ein großes strategisches Projekt wartet. Dabei schaffen gerade unspektakuläre Tätigkeiten oft die Voraussetzungen dafür, dass solche Vorhaben gelingen.
Deine Entwicklungsaufgabe besteht darin, den Wert deines Beitrags auch dann zu erkennen, wenn er wenig Aufmerksamkeit bekommt.
Eine Leistung kann viel verändern, ohne dass darüber gesprochen wird oder ein besonderer Titel damit verbunden ist.
Führung mit diesem Talent
Als Führungskraft möchtest du mit deinem Team etwas erreichen, auf das ihr stolz sein könnt. Deine hohen Ansprüche und ambitionierten Ziele können andere begeistern, wenn du verständlich machst, warum sich der Einsatz lohnt. Vielleicht übernimmst du eine Abteilung, die bisher vor allem administrative Aufgaben erledigt. Du siehst, wie viel sie zum Unternehmenserfolg beiträgt, und möchtest diesen Beitrag stärker sichtbar machen.
Gemeinsam mit deinen Mitarbeitenden überlegst du, welche Leistungen besonders wertvoll sind, was ihr verbessern könnt und wie andere Bereiche eure Arbeit besser kennenlernen. Das kann dem Team Selbstvertrauen geben.
Achte allerdings darauf, deine persönlichen Ansprüche nicht automatisch auf alle zu übertragen. Du möchtest vielleicht etwas Außergewöhnliches erreichen. Eine Mitarbeiterin ist zufrieden, wenn sie ihre Aufgaben zuverlässig erledigt und nach Feierabend Zeit für ihre Familie hat. Beides hat seine Berechtigung. Du kannst ehrgeizige Ziele verfolgen und gleichzeitig respektieren, dass deine Mitarbeitenden andere Vorstellungen von Erfolg und Anerkennung haben.
Mitarbeitende mit diesem Talent führen
Ein Mitarbeiter mit ausgeprägter Bedeutsamkeit sucht häufig nach Gelegenheiten, seine Fähigkeiten bei wichtigen Aufgaben einzusetzen. Vielleicht möchte er ein strategisches Projekt übernehmen oder an einem Vorhaben mitarbeiten, das im Unternehmen langfristig etwas verbessert.
Gib ihm passende Verantwortung und erkläre, weshalb sein Beitrag zählt. Auch deine Rückmeldung sollte konkret sein. Mit „Gut gemacht“ erfährt er wenig darüber, was du tatsächlich an seiner Arbeit schätzt.
Aussagekräftiger wäre: „Deine Lösung für die schwierige Abstimmung zwischen den Abteilungen hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir das Projekt abschließen konnten.“ #
Solche Rückmeldungen zeigen, dass du seinen Einsatz wahrgenommen hast. Übertriebenes Lob ist dafür nicht nötig. Gleichzeitig gehören auch weniger sichtbare Aufgaben zu seiner Arbeit. Besprich, weshalb diese wichtig sind und wie sie zum gemeinsamen Ergebnis beitragen. So unterstützt du ihn dabei, Verantwortung für den gesamten Auftrag zu übernehmen.
Zusammenarbeit im Team
Ein Projektteam entwickelt ein neues Produkt.
Eine Mitarbeiterin mit ausgeprägter Bedeutsamkeit übernimmt die Präsentation vor der Geschäftsführung. Sie bereitet sich sorgfältig vor, arbeitet den Nutzen des Produkts heraus und möchte erreichen, dass die Leistung des Teams anerkannt wird. Das ist wertvoll, denn auch gute Arbeit muss verständlich vorgestellt werden, damit andere ihre Bedeutung erkennen.
Unzufriedenheit kann allerdings entstehen, wenn bei der Präsentation vor allem ihre eigene Rolle sichtbar wird. Kollegen haben recherchiert, getestet und technische Probleme gelöst. Werden diese Beiträge kaum erwähnt, fühlen sie sich übergangen. Deshalb lohnt es sich, bewusst darauf zu achten, wem der gemeinsame Erfolg zu verdanken ist.
Du kannst deine Möglichkeiten nutzen, um auch anderen Anerkennung zu verschaffen.
Gerade dadurch wird dein Beitrag für das Team besonders wertvoll.
Kommunikation
- „Was möchten wir damit erreichen?“
- „Welchen Unterschied macht dieses Projekt?“
- „Woran werden wir erkennen, dass wir etwas bewegt haben?“
Solche Fragen liegen dir vermutlich nahe. Sie helfen, den Sinn einer Aufgabe und die Erwartungen an ihr Ergebnis zu klären. Manchmal kommt dein Interesse an der Wirkung allerdings anders an, als du es beabsichtigt hast. Ein Kollege erzählt von einem kleineren Projekt und du fragst: „Und was ist daran jetzt besonders wichtig?“ Du möchtest verstehen, welchen Beitrag es leistet. Er hört möglicherweise, dass du seine Arbeit für unbedeutend hältst. Mit „Was ist für dich das Wichtigste an diesem Projekt?“ oder „Welche Verbesserung möchtest du damit erreichen?“ zeigst du deutlicher, dass dich seine Sicht interessiert. Du gibst ihm die Gelegenheit, selbst zu erklären, worauf es ankommt. Dabei entdeckst du vielleicht Leistungen, deren Bedeutung du zunächst unterschätzt hast.
Typische Missverständnisse
„Du möchtest immer im Mittelpunkt stehen.“
Du möchtest, dass dein Beitrag wahrgenommen wird. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass du bei jeder Gelegenheit Aufmerksamkeit suchst. Vielleicht liegt dir vor allem daran, etwas zu schaffen, das zählt.
„Dir geht es nur um Status und Karriere.“
Titel und berufliche Anerkennung können dir wichtig sein. Dein Wunsch nach Bedeutung kann sich ebenso darin zeigen, gesellschaftlich etwas zu verändern oder anderen Menschen zu helfen.
„Du hältst dich für wichtiger als andere.“
Einen wichtigen Beitrag leisten zu wollen, bedeutet nicht zwangsläufig, andere abzuwerten.
„Du bist besonders ehrgeizig.“
Deine persönlichen Ansprüche können hoch sein. Entscheidend ist aber, was dich antreibt: Der Wunsch nach Wirkung unterscheidet sich vom Bedürfnis, möglichst viel zu erledigen oder im Vergleich mit anderen besser abzuschneiden.
„Du brauchst ständig Lob.“
Anerkennung kann dir viel bedeuten, ohne dass du ununterbrochen Bestätigung brauchst. Häufig möchtest du vor allem erleben, dass die Wirkung deiner Arbeit gesehen und ernst genommen wird.
Stressauslöser
Wenn du viel investierst, aber weder eine Wirkung noch Anerkennung für deinen Beitrag erkennst, kann das auf Dauer frustrieren. Mögliche Stressauslöser sind:
- Aufgaben, deren Sinn oder Bedeutung unklar bleibt
- Gute Leistungen, die dauerhaft unbeachtet bleiben
- Fehlende Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen
- Projekte ohne erkennbare Wirkung
- Ein Arbeitsumfeld, in dem individuelle Beiträge kaum anerkannt werden
- Das Gefühl, die eigenen Fähigkeiten nicht sinnvoll einsetzen zu können
- Entscheidungen, bei denen wichtige Beiträge übergangen werden
- Dauerhaft geringe Gestaltungsmöglichkeiten
Du möchtest wissen, wofür du dich engagierst und welchen Unterschied deine Arbeit macht. Gleichzeitig hilft es, auch kleine, verlässliche Beiträge wertzuschätzen. Manche Aufgaben wirken unscheinbar und sind trotzdem unverzichtbar. Bei anderen zeigt sich erst nach längerer Zeit, was sie verändert haben.
So führst du jemanden mit diesem Talent
Übertrage anspruchsvolle Aufgaben, bei denen dein Mitarbeiter Verantwortung übernehmen und etwas bewirken kann.
Erkläre den Zusammenhang mit den gemeinsamen Zielen und gib konkrete Rückmeldung zu seiner Leistung. Achte dabei auch auf Beiträge, die weniger auffallen: die sorgfältige Vorbereitung, die verlässliche Abstimmung oder die Arbeit der Kollegen im Hintergrund.
So machst du deutlich, dass Anerkennung im Team unterschiedliche Leistungen einschließt.
Unterstütze deinen Mitarbeiter außerdem dabei, seine tatsächliche Wirkung unabhängig von der Aufmerksamkeit zu betrachten, die er dafür erhält.
- Was hat er verbessert?
- Wem hat seine Arbeit geholfen?
- Worauf ist er selbst stolz?
Sein Talent kann besonders wertvoll werden, wenn ihn die Bedeutung seiner Aufgabe trägt und Anerkennung diese Zufriedenheit ergänzt.
Reflexionsübung
Übung: Was bedeutet Erfolg eigentlich für dich?
Denke an eine berufliche Leistung, auf die du besonders stolz bist. Vielleicht war es ein erfolgreiches Projekt, eine schwierige Entscheidung oder eine Veränderung, die du angestoßen hast.
Nimm dir ein paar Minuten Zeit für diese Fragen.
1. Warum war diese Leistung für mich besonders wichtig?
Vielleicht hast du ein anspruchsvolles Ziel erreicht oder etwas geschaffen, das anderen geholfen hat.
2. Welche Wirkung hatte mein Beitrag tatsächlich?
Was hat sich durch deine Arbeit verändert?
3. Welche Rolle spielte die Anerkennung anderer Menschen?
War sie entscheidend für deine Zufriedenheit oder warst du bereits mit dem Ergebnis zufrieden?
4. Welche Beiträge anderer Menschen haben zum Erfolg beigetragen?
Vielleicht haben Kollegen wichtige Grundlagen geschaffen, auf denen du aufbauen konntest.
5. Welche Art von Wirkung möchte ich künftig erzielen?
Möchtest du mehr Verantwortung übernehmen oder dich stärker für ein Thema engagieren, das dir persönlich wichtig ist?
Nimm dir dabei nicht vor, möglichst beeindruckende Ziele zu finden. Schau genauer hin, was für dich selbst Bedeutung hat. Erfolg kann sehr unterschiedlich aussehen, und manchmal hat gerade eine unscheinbare Leistung mehr bewirkt, als du zunächst gedacht hast.
Praxisbeispiel
Eine erfahrene Mitarbeiterin ist fachlich hervorragend, arbeitet zuverlässig und wird von ihren Kollegen geschätzt. Trotzdem wirkt sie seit einiger Zeit unzufrieden.
Ihre Führungskraft spricht sie darauf an. Im Gespräch erzählt die Mitarbeiterin, dass sie kaum noch Möglichkeiten sieht, eigene Ideen umzusetzen oder größere Verantwortung zu übernehmen.
Auf die Frage, welche Themen sie interessieren, berichtet sie von Vorschlägen für eine bessere Zusammenarbeit mit wichtigen Kunden. Bisher hatte sie keine Gelegenheit, diese einzubringen.
Gemeinsam überlegen die beiden, wie daraus ein Projekt werden könnte. Die Mitarbeiterin übernimmt zunächst eine Analyse, spricht mit Kollegen aus verschiedenen Abteilungen und entwickelt einen Vorschlag für die Geschäftsführung.
Einige Wochen später stellt sie ihre Ergebnisse vor. Die Rückmeldungen sind positiv, ein Teil ihrer Ideen wird umgesetzt. Ihr Engagement nimmt deutlich zu, obwohl ihre Arbeit dadurch keineswegs weniger geworden ist.
Sie erlebt wieder, dass sie etwas verändern kann und ihr Beitrag wahrgenommen wird. Genau diese Erfahrung hatte ihr gefehlt.
Woran erkennst du dieses Talent in den ersten fünf Minuten eines Gesprächs?
Dein Gegenüber erzählt vielleicht von anspruchsvollen Vorhaben und davon, was es mit seiner Arbeit erreichen möchte.
Diese Aussagen können Hinweise sein:
- „Ich möchte wirklich etwas bewegen.“
- „Mir ist wichtig, dass meine Arbeit einen Unterschied macht.“
- „Ich möchte etwas schaffen, auf das ich stolz sein kann.“
Vielleicht fragt die Person auch nach der Bedeutung eines Projekts oder betont, dass sie gerne Verantwortung für wichtige Themen übernimmt.
Daraus allein lässt sich das Talent allerdings nicht ableiten. Jemand kann gerade ein wichtiges persönliches Ziel verfolgen oder gelernt haben, die eigenen Leistungen überzeugend darzustellen.
Interessant ist deshalb, welche Beweggründe sich im Gespräch wiederholt zeigen: Wie wichtig ist es der Person, etwas Bedeutendes zu leisten? Welche Rolle spielt die Anerkennung dafür?
Solche Beobachtungen können dir helfen, jemanden besser zu verstehen. Eine fundierte Talentanalyse ersetzen sie nicht.
Achtung, Verwechslungsgefahr!
Bedeutsamkeit (Significance) oder Wettbewerbsorientierung (Competition)
Beide Talente können mit hohen Zielen und dem Wunsch nach Erfolg verbunden sein. Die Beweggründe unterscheiden sich jedoch häufig. Ein Mensch mit dem Talent Bedeutsamkeit möchten etwas Wichtiges bewirken und für ihren Beitrag anerkannt werden.
Jemand mit Wettbewerbsorientierung interessiert besonders, wie ihre Leistung im Vergleich mit anderen abschneidet.
Zwei Mitarbeitende arbeiten beispielsweise an einem anspruchsvollen Vertriebsprojekt. Die Kollegin mit Bedeutsamkeit sagt: „Ich möchte, dass dieses Projekt für unser Unternehmen etwas verändert und unsere Leistung entsprechend wahrgenommen wird.“ Der Kollege mit Wettbewerbsorientierung sagt: „Ich möchte, dass wir besser abschneiden als alle anderen Teams.“
Beide können sich mit großem Ehrgeiz einsetzen, orientieren sich dabei aber an unterschiedlichen Maßstäben.
Merksatz: Bedeutsamkeit möchte etwas Wichtiges bewirken und dafür anerkannt werden. Wettbewerbsorientierung möchte im Vergleich mit anderen erfolgreich sein.
Sind beide Talente bei einer Person stark ausgeprägt, können sich der Wunsch nach Bedeutung und der Antrieb, im Wettbewerb besonders gut abzuschneiden, gegenseitig verstärken.
Besonders wirkungsvoll im Zusammenspiel mit ...
Wie sich Bedeutsamkeit bei dir zeigt, hängt auch von deinen anderen Talenten ab.
- Bedeutsamkeit + Zukunftsorientierung (Futuristic): Du möchtest etwas Bedeutendes bewirken und kannst dir anschaulich vorstellen, welche Wirkung deine Arbeit langfristig haben könnte.
- Bedeutsamkeit + Höchstleistung (Maximizer): Du möchtest einen wichtigen Beitrag leisten und vorhandene Stärken zu außergewöhnlichen Leistungen weiterentwickeln.
- Bedeutsamkeit + Kommunikationsfähigkeit (Communication): Du kannst anderen überzeugend vermitteln, weshalb dir ein Ziel wichtig ist und was du damit erreichen möchtest.
- Bedeutsamkeit + Überzeugung (Belief): Deine persönlichen Werte geben dir Orientierung dabei, wofür du deinen Einfluss und deine Fähigkeiten einsetzen möchtest.
- Bedeutsamkeit + Strategie (Strategic): Du erkennst unterschiedliche Wege, auf denen du ein bedeutsames Ziel erreichen kannst.
Diese Kombinationen beschreiben mögliche Zusammenhänge, keine festen Persönlichkeitstypen. Wie sie sich im Alltag zeigen, hängt von deinem gesamten Talentprofil, deinen Erfahrungen und der jeweiligen Situation ab.
Leadership-Merksatz
Du möchtest etwas bewegen, das wirklich zählt. Als Führungskraft verbindest du ambitionierte Ziele mit einem spürbaren Beitrag, machst Leistungen sichtbar und sorgst dafür, dass auch die Menschen hinter dem gemeinsamen Erfolg Anerkennung bekommen.