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#17 Positive Einstellung (Positivi ty)

Du steckst andere mit deiner Begeisterung an.

Du findest auch an einem Montag etwas zu feiern

Positive Einstellung (Positivity), Domäne: Beziehungsaufbau (Relationship Building)
Eigentlich wollten alle längst Feierabend machen. Dann kommt eine dringende Kundenanfrage: Das Angebot muss bis Montagmorgen fertig sein. Ein Kollege seufzt vor seinem Bildschirm. „Das kann doch jetzt nicht wahr sein.“ Eine andere murmelt etwas über den Kunden, das wir hier lieber nicht wiederholen. Du findest die Situation ebenfalls ärgerlich. Nach einem kurzen Moment sagst du aber: „Okay, das ist wirklich blöd. Wenn wir die Aufgaben gut aufteilen, bekommen wir das hin. Und danach haben wir uns das Wochenende erst recht verdient!“ Vielleicht bringst du sogar jemanden zum Lachen. Die zusätzliche Arbeit bleibt lästig, doch die Stimmung wird etwas leichter.

Wenn Positive Einstellung (Positivity) zu deinen stärksten Gallup-Talenten gehört, erkennst du dich darin möglicherweise wieder. Du nimmst häufig wahr, worüber du dich freuen kannst, und teilst diese Freude gerne. Menschen, Ideen und neue Möglichkeiten können dich begeistern. Du würdigst Erfolge und findest auch in schwierigen Situationen einen Anlass zur Zuversicht.

Das bedeutet keineswegs, dass du immer fröhlich bist. Sorgen, Enttäuschungen und schlechte Tage gehören genauso zu deinem Leben. Trotzdem entdeckst du oft etwas, das dir Mut macht und anderen ebenfalls helfen kann.


Das zeichnet dich aus

Ein Projekt ist abgeschlossen, eine Kollegin hat ihre erste Präsentation gehalten oder ein neuer Mitarbeiter seine Probezeit bestanden. Du findest, dass solche Momente Aufmerksamkeit verdienen. Warum nicht gemeinsam darauf anstoßen oder wenigstens kurz sagen, wie schön das ist?

Während andere bereits bei der nächsten Aufgabe sind, bleibst du gerne einen Augenblick beim Erfolg. Vielleicht bringst du Humor in den Arbeitsalltag, erzählst begeistert von einer Idee oder freust dich aufrichtig mit jemandem, dem etwas gelungen ist und schmeißt Konfetti.

Dafür brauchst du keine große Bühne. Eine kurze Nachricht kann reichen: „Deine Präsentation heute war richtig klasse!“ Nach einer schwierigen Besprechung sagst du vielleicht: „Wir waren uns zwar nicht in allem einig, aber heute sind wir ein gutes Stück weitergekommen.“ Im Arbeitsalltag fällt der Blick schnell auf das, was fehlt, Probleme macht oder verbessert werden muss. Du erinnerst andere daran, auch wahrzunehmen, was bereits funktioniert.


Die Superkraft

Deine Freude und Zuversicht können andere ermutigen, sich etwas zuzutrauen. Bei einem neuen Projekt stehen beispielsweise anspruchsvolle Aufgaben und ein knapper Zeitplan bevor. Einige Mitarbeitende zweifeln daran, ob das überhaupt zu schaffen ist.

Eine Projektleiterin mit ausgeprägtem Talent Positive Einstellung hört sich ihre Bedenken an. Sie weiß, dass das Vorhaben schwierig wird, sieht aber auch, was das Team mitbringt. „Das wird eine anspruchsvolle Aufgabe“, sagt sie. „Gleichzeitig haben wir schon einiges gemeinsam geschafft. Wir haben Erfahrung und gute Leute. Ich traue uns zu, dafür eine Lösung zu finden.“

Sie verspricht keinen reibungslosen Verlauf. Ihre Zuversicht hilft den Mitarbeitenden jedoch, neben den Schwierigkeiten auch ihre Möglichkeiten zu sehen. Menschen mit diesem Talent können Mut machen, Begeisterung wecken und Freude an einer Aufgabe vermitteln. Eine Herausforderung wirkt dadurch manchmal weniger entmutigend, und der erste Schritt fällt leichter.


Typische Stärken

Menschen mit ausgeprägtem Talent Positive Einstellung können häufig besonders gut:

  • Begeisterung für Menschen und Ideen vermitteln
  • Erfolge bewusst wahrnehmen und feiern
  • Andere Menschen ermutigen
  • Eine freundliche und zuversichtliche Atmosphäre fördern
  • Humor in den Arbeitsalltag bringen
  • Auch in schwierigen Situationen positive Aspekte erkennen
  • Menschen für gemeinsame Vorhaben begeistern
  • Anerkennung und Wertschätzung ausdrücken
  • Zuversicht und Freude mit anderen teilen

Das kann helfen, wenn ein neues Projekt beginnt, Veränderungen viel Kraft kosten oder nach einer schwierigen Phase die Motivation nachlässt. Ein Satz wie „Das war anstrengend. Schaut einmal, was wir trotzdem geschafft haben“ kann den Blick auf Fortschritte lenken, die sonst untergehen. Die Probleme dürfen dabei genauso zur Sprache kommen.


Mögliche Schattenseiten

Eine Kollegin erzählt dir, dass sie mit ihrer Arbeitssituation unzufrieden ist. Sie fühlt sich überlastet, ihre Führungskraft hat kaum Zeit für sie, und inzwischen fragt sie sich, ob sie noch im richtigen Unternehmen ist.

Du möchtest ihr Mut machen: „Ach komm, das wird bestimmt wieder besser. Schau mal, was du alles kannst!“ Doch ihre Antwort überrascht dich: „Du verstehst mich überhaupt nicht.“

Du wolltest helfen. Sie hätte zunächst jemanden gebraucht, der zuhört und ernst nimmt, wie schlecht es ihr gerade geht. Wenn du schnell nach etwas Positivem suchst, kann dein Gegenüber den Eindruck bekommen, dass für Sorgen und Enttäuschung wenig Platz ist.

Vielleicht möchte die Kollegin erst erzählen, vielleicht braucht sie Verständnis oder konkrete Hilfe, um etwas zu verändern. Auch bei eigenen Problemen kann Zuversicht dazu führen, dass du zu lange abwartest. Du hoffst, es werde sich schon lösen, oder möchtest die Stimmung nicht mit einem unangenehmen Thema belasten. Dabei wäre ein klares Gespräch längst nötig.

Für dich kann es deshalb wichtig sein, schwierige Gefühle und tatsächliche Probleme erst einmal stehen zu lassen. Hoffnung wird glaubwürdiger, wenn sie berücksichtigt, was gerade wirklich los ist.


Führung mit diesem Talent

Als Führungskraft mit dem Talent Positive Einstellung ermutigst du deine Mitarbeitenden möglicherweise gerne und begeisterst sie für gemeinsame Ziele.

Du bedankst dich für gute Leistungen und schaffst Gelegenheiten, bei denen das Team stolz auf seine Arbeit sein darf. Das gerät im Alltag leicht zu kurz.

Ein Projekt wird nach wochenlanger Arbeit erfolgreich abgeschlossen, der Kunde ist zufrieden, und in der nächsten Besprechung geht es sofort mit dem nächsten Vorhaben weiter. Für einen Rückblick oder ein Dankeschön bleibt scheinbar keine Zeit.

Du hältst vielleicht bewusst inne: „Bevor wir anfangen, möchte ich noch einmal auf das letzte Projekt zurückkommen. Das war eine richtig gute Teamleistung.“ Solche Anerkennung kann viel bedeuten. Achte dabei darauf, dass deine Begeisterung nicht zur unausgesprochenen Erwartung wird.

Manche Mitarbeitende freuen sich laut, andere still. Wieder andere möchten nach einem anstrengenden Projekt vor allem durchatmen. Nicht jeder muss mitjubeln, damit die Anerkennung angekommen ist.

Respektiere, wie unterschiedlich Menschen Freude zeigen und Erholung brauchen.


Mitarbeitende mit diesem Talent führen

Eine Mitarbeiterin mit ausgeprägtem Talent Positive Einstellung bringt vielleicht andere zum Lachen, begeistert sich für neue Ideen und spricht Kollegen Mut zu. Gerade in anspruchsvollen Projekten kann das guttun.

Besprecht, bei welchen Aufgaben sie diese Fähigkeiten gerne einsetzen möchte, etwa bei internen Veranstaltungen, der Einführung eines neuen Angebots oder im Kundenkontakt.

Mach sie aber nicht für die Stimmung des ganzen Teams verantwortlich. Wer häufig optimistisch wirkt, kann genauso belastet, enttäuscht oder erschöpft sein. Wenn sich alle daran gewöhnt haben, dass diese Kollegin gute Laune verbreitet, reagieren sie auf einen stillen Tag womöglich mit: „Was ist denn heute mit dir los? Du bist doch sonst immer so positiv!“ Damit entsteht schnell Druck, auch dann fröhlich aufzutreten, wenn ihr gar nicht danach ist.

Bleib deshalb aufmerksam, frage nach und nimm ihre Sorgen ernst. Sie muss sich ihre Zugehörigkeit zum Team nicht durch gute Stimmung verdienen.


Zusammenarbeit im Team

Ein Team hat gerade einen wichtigen Auftrag verloren. Wochenlang haben die Mitarbeitenden am Angebot gearbeitet, Ideen entwickelt und Präsentationen vorbereitet. Der Kunde entscheidet sich trotzdem für einen anderen Anbieter. Einige ärgern sich, andere fragen sich, ob sich die ganze Arbeit überhaupt gelohnt hat.

Ein Mitarbeiter mit dem Talent Positive Einstellung bemerkt neben der Enttäuschung auch, was geblieben ist: „Das ist wirklich schade. Wir haben in den letzten Wochen aber viel gelernt. Und die Präsentation können wir für andere Kunden weiterverwenden.“

Vielleicht schlägt er vor, gemeinsam zu besprechen, was gut funktioniert hat und was beim nächsten Mal anders laufen sollte. So hilft er dem Team, wieder Möglichkeiten zum Handeln zu sehen.

Entscheidend ist dabei der Zeitpunkt. Wer gerade enttäuscht ist, möchte vielleicht noch nicht hören, was an der Sache trotzdem gut war. Gib anderen die Zeit, die sie brauchen. Deine Zuversicht kann auch später noch helfen.


Kommunikation

Vielleicht hört man von dir öfter Sätze wie_

  • „Das klingt richtig spannend!“
  • „Was für eine tolle Idee!“
  • „Ich freue mich schon darauf“
  • „Schau mal, was wir gemeinsam geschafft haben!“

Wenn du dich aufrichtig freust, merken andere das. Deine Begeisterung kann Lust machen, mitzumachen oder etwas auszuprobieren.

Trotzdem passt Aufmunterung nicht in jedes Gespräch. Eine Kollegin erzählt dir beispielsweise von einer unangenehmen Begegnung mit ihrem Vorgesetzten. Du sagst: „Vielleicht ist das auch eine Chance für dich.“ Möglicherweise wird sie das später selbst so sehen. Im Moment möchte sie aber erzählen, wie enttäuscht sie ist.

Dann hilft zunächst eine Frage wie: „Das klingt unangenehm. Was hat dich daran besonders beschäftigt?“

Wenn sie sich aussprechen konnte, kannst du anbieten: „Möchtest du gemeinsam überlegen, welche Möglichkeiten du jetzt hast?“

So bekommt ihre Erfahrung Raum, und du kannst deine Zuversicht dann einbringen, wenn sie dafür offen ist.


Typische Missverständnisse

„Du bist immer gut drauf.“

Menschen mit dem Talent Positive Einstellung teilen gerne Freude und Zuversicht. Sie kennen trotzdem Sorgen, Enttäuschungen und schlechte Tage.


„Du nimmst Probleme nicht ernst.“

Wer auch Möglichkeiten sieht, muss Schwierigkeiten deshalb nicht übersehen. Vielleicht möchte die Person den Blick lediglich etwas erweitern.


„Du bist naiv.“

Optimismus sagt wenig darüber aus, wie sorgfältig jemand eine Situation beurteilt. Menschen mit diesem Talent können kritisch denken und schwierige Entscheidungen treffen.


„Du möchtest ständig andere motivieren.“

Deine Freude kann ansteckend sein. Daraus entsteht aber keine Verpflichtung, die Motivation aller anderen aufrechtzuerhalten.


„Du bist automatisch extrovertiert.“

Begeisterung kann laut und lebendig sein, sich aber ebenso in einem ruhigen Gespräch, einer persönlichen Nachricht oder einem aufmunternden Blick zeigen.



Stressauslöser

Eine dauerhaft entmutigende Atmosphäre kann Menschen mit ausgeprägtem Talent Positive Einstellung belasten.

Mögliche Stressauslöser sind:

  • Ein Arbeitsumfeld, in dem fast ausschließlich über Probleme gesprochen wird
  • Führungskräfte, die gute Leistungen kaum anerkennen
  • Ständige Kritik ohne konstruktive Perspektive
  • Teams, in denen Erfolge als selbstverständlich gelten
  • Zynismus und dauerhaft negative Kommentare
  • Fehlende Möglichkeiten, Freude und Begeisterung auszudrücken
  • Das Gefühl, ständig für gute Stimmung sorgen zu müssen
  • Situationen, in denen die eigenen Sorgen nicht ernst genommen werden

Es kann wehtun, wenn andere deine Begeisterung grundsätzlich als oberflächlich abtun oder deine positive Haltung unerwünscht erscheint. Gleichzeitig brauchen Menschen unterschiedliche Zugänge zu einer Situation.

Manche möchten zuerst die Risiken prüfen, andere eine Enttäuschung verarbeiten. Wieder andere fühlen sich durch große Begeisterung unter Druck gesetzt. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie deine Freude ablehnen.


So führst du jemanden mit diesem Talent

Sprich es konkret an, wenn ein Mitarbeiter anderen Mut macht, Begeisterung für ein Vorhaben weckt oder einen Erfolg anspricht, der sonst übersehen worden wäre.

Gib ihm passende Möglichkeiten, diese Fähigkeiten einzusetzen. Er sollte sich dabei nicht für die Gefühle und die Motivation des ganzen Teams zuständig fühlen müssen.

Hör ihm genauso aufmerksam zu, wenn er Bedenken oder Kritik äußert. Auch schwierige Nachrichten braucht er klar und ungeschönt. Du musst eine unangenehme Entscheidung nicht besonders freundlich verpacken, nur weil jemand meistens optimistisch denkt.

Besprecht außerdem, worauf seine Zuversicht beruht und welche Voraussetzungen für ein Vorhaben noch fehlen. So kann er seine Begeisterung mit einer realistischen Einschätzung verbinden, ohne sich für seine positive Sicht rechtfertigen zu müssen.


Reflexionsübung

Übung: Das Gute sichtbar machen, ohne das Schwierige zu übersehen.

Denk an eine Situation aus den vergangenen Wochen, die anders verlaufen ist, als du gehofft hattest. Vielleicht ist ein Projekt gescheitert, ein Gespräch war schwierig oder eine Entscheidung hat dich enttäuscht. Nimm dir einige Minuten für die folgenden Fragen.

1. Was war an dieser Situation tatsächlich schwierig?

Beschreib möglichst konkret, was passiert ist.

2. Welche Gefühle hat die Situation bei dir ausgelöst?

Vielleicht warst du enttäuscht, verärgert oder unsicher.

3. Was hat trotz allem funktioniert?

Gab es etwas, das gelungen ist oder auf das du stolz sein kannst?

4. Was kannst du aus der Situation mitnehmen?

Vielleicht eine Erkenntnis, eine wichtige Erfahrung oder eine Idee für das nächste Mal.

5. Was wäre jetzt ein sinnvoller nächster Schritt?

Das muss nichts Großes sein. Vielleicht reicht eine kleine Handlung, die dir wieder etwas Spielraum verschafft.

Du musst die Situation mit dieser Übung nicht schönreden. Es geht darum, ihre verschiedenen Seiten wahrzunehmen und zu überlegen, was du jetzt tun kannst. So bekommt deine Zuversicht eine konkrete Grundlage.



Praxisbeispiel

Eine Führungskraft übernimmt ein Team, das mehrere schwierige Veränderungen hinter sich hat. Projekte wurden eingestellt, die Arbeitsbelastung ist gestiegen, und viele Mitarbeitende sind frustriert. In den Besprechungen geht es fast nur noch darum, was fehlt und nicht funktioniert.

Die Führungskraft mit ausgeprägtem Talent Positive Einstellung hört zu und erkennt, dass einige Abläufe tatsächlich geändert werden müssen. Zugleich fällt ihr auf, wie selten das Team noch über gelungene Arbeit spricht. Sie ergänzt die wöchentliche Besprechung deshalb um einen kurzen Rückblick: Welche Aufgabe wurde abgeschlossen? Wo hat die Zusammenarbeit geholfen? Wem möchte jemand ausdrücklich danken? Anfangs reagieren einige zurückhaltend. Nach einigen Wochen berichten die Kollegen jedoch häufiger von kleinen Erfolgen und bedanken sich für Unterstützung. Ihnen fällt wieder auf, was trotz der schwierigen Lage gelingt. Parallel prüft die Führungskraft mit dem Team die Arbeitsbelastung, passt Prioritäten an und vereinfacht Abläufe. Mit der Zeit verbessert sich die Stimmung. Die Mitarbeitenden erleben, dass ihre Probleme bearbeitet und ihre Leistungen wahrgenommen werden. Die Zuversicht der Führungskraft zeigt sich damit auch in ihrem Handeln.


Woran erkennst du dieses Talent in den ersten fünf Minuten eines Gesprächs?

Vielleicht erzählt dein Gegenüber mit spürbarer Freude von einer Begegnung, einer Idee oder einem kleinen Erfolg.

Typische Aussagen könnten sein:

  • „Das war eine tolle Erfahrung.“
  • „Ich freue mich schon darauf.“
  • „Das bekommen wir bestimmt hin.“
  • „Schau mal, was wir schon geschafft haben.“
  • „Solche Erfolge sollten wir öfter feiern.“

Vielleicht bemerkt die Person auch schnell etwas, wofür sie anderen Anerkennung geben kann, und trägt zu einer freundlichen Gesprächsatmosphäre bei. Daraus lässt sich allerdings noch kein Talentprofil ableiten. Jemand kann gerade einen besonders schönen Tag haben oder gelernt haben, im Beruf ermutigend aufzutreten. Achte deshalb darauf, ob die Freude und Begeisterung ganz selbstverständlich auftauchen und die Person sie gerne teilt. Solche Beobachtungen liefern Hinweise, ersetzen aber keine fundierte Talentanalyse.



Achtung, Verwechslungsgefahr!

Positive Einstellung (Positivity) oder Zukunftsorientierung (Futuristic)

Beide Talente können dazu beitragen, dass Menschen begeistert auf neue Möglichkeiten schauen. Die Begeisterung kann jedoch unterschiedliche Quellen haben.

Menschen mit dem Talent Positive Einstellung nehmen häufig erfreuliche Aspekte wahr und teilen ihre Freude und Zuversicht gerne mit anderen.

Menschen mit Zukunftsorientierung beschäftigen sich intensiv damit, was künftig möglich sein könnte. Sie können andere durch ein anschauliches, attraktives Bild der Zukunft begeistern.

Ein Unternehmen plant beispielsweise ein neues Angebot. Die Mitarbeiterin mit dem Talent Positive Einstellung sagt: „Das wird spannend! Ich freue mich darauf, gemeinsam etwas Neues auszuprobieren.“ Der Kollege mit Zukunftsorientierung sagt: „Stellt euch vor, wo wir mit diesem Angebot in drei Jahren stehen könnten.“ Beide können andere mitreißen, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.

Merksatz: Positive Einstellung begeistert durch Freude und Zuversicht. Zukunftsorientierung begeistert durch ein attraktives Bild der Zukunft.

Sind beide Talente bei einer Person stark ausgeprägt, können sich ihre Freude an neuen Möglichkeiten und ihre Vorstellungen von der Zukunft gut ergänzen.


Besonders wirkungsvoll im Zusammenspiel mit ...

Deine anderen Talente beeinflussen, wie du Positive Einstellung im Alltag zeigst und einsetzt.

  • Positive Einstellung + Kommunikationsfähigkeit (Communication): Du teilst deine Begeisterung und findest möglicherweise leicht die Worte, mit denen du andere dafür gewinnst.
  • Positive Einstellung + Entwicklung (Developer): Du freust dich über Fortschritte und ermutigst Menschen, weiter an ihren Fähigkeiten zu arbeiten.
  • Positive Einstellung + Zukunftsorientierung (Futuristic): Du entwickelst Vorstellungen davon, was künftig möglich sein könnte, und vermittelst sie mit Freude und Zuversicht.
  • Positive Einstellung + Kontaktfreudigkeit (Woo - winning others over): Du gehst gerne auf neue Menschen zu und kannst mit deiner freundlichen, begeisterten Art den ersten Kontakt erleichtern.
  • Positive Einstellung + Höchstleistung (Maximizer): Du erkennst vorhandene Stärken, möchtest sie ausbauen und kannst andere für hervorragende Ergebnisse begeistern.

Diese Beispiele beschreiben keine festen Persönlichkeitstypen. Wie sich die Kombinationen zeigen, hängt vom gesamten Talentprofil, den Erfahrungen und der jeweiligen Situation ab.


Leadership-Merksatz

„Deine Freude und Zuversicht können anderen Mut machen. Als Führungskraft würdigst du Erfolge, nimmst Sorgen ernst und hilfst deinem Team, auch in schwierigen Situationen einen nächsten Schritt zu finden.“

Porträt von Sandra Turner

Sandra Turner

Über die Autorin

Sandra Turner ist zertifizierte Gallup-Stärkencoachin, Leadership- und Teamcoach, Trainerin und Wirtschaftsmediatorin.

Sie begleitet Menschen dabei, ihre Talente zu entdecken, ihre persönliche Kombination zu verstehen und daraus echte Stärken zu entwickeln.