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#25 Tatkraft (Activator)

Du machst den nächsten Schritt.

Während andere noch diskutieren, legst du los

Tatkraft (Activator), Domäne: Einflussnahme (Influencing)

Dienstagvormittag, Projektbesprechung. Seit drei Wochen diskutiert ihr über eine neue Idee. Die Präsentation hat inzwischen 47 Folien, dazu kommen eine Chancenanalyse, eine Risikoübersicht und eine Excel-Datei mit verschiedenen Szenarien. Heute soll geklärt werden, welche weiteren Informationen ihr benötigt.

Du schaust auf die Agenda und fragst dich, ob das wirklich euer Ernst ist. Die Idee ist gut, die wichtigsten Fragen sind beantwortet und bisher spricht wenig gegen einen kleinen Versuch. Du schlägst vor, das Ganze nächste Woche mit fünf Kunden auszuprobieren. Einige Details sind zwar noch offen, doch gerade ein Test könnte euch weiterbringen.

Wenn Tatkraft (Activator) zu deinen stärksten Gallup-Talenten gehört, kommt dir dieser Gedanke vermutlich bekannt vor. Du möchtest erleben, was aus einer Idee werden kann, sobald jemand den Anfang macht. Dabei geht es dir nicht unbedingt darum, möglichst schnell fertig zu werden.

Dich reizt der Moment, in dem aus einer Überlegung eine konkrete Handlung entsteht. Deine Frage „Was können wir jetzt tun?“ kann einem ganzen Team helfen, den nächsten Schritt zu finden.


Das zeichnet dich aus

Du kannst dich für gute Ideen begeistern und hörst dir Argumente durchaus interessiert an. Wenn eine Diskussion allerdings zum dritten Mal an derselben Stelle vorbeikommt, wirst du möglicherweise ungeduldig. Irgendwann möchtest du wissen, was ihr mit all den Überlegungen anfangen werdet.

Eine Idee praktisch auszuprobieren erscheint dir häufig sinnvoller, als sie noch länger theoretisch zu durchdenken. Möchtest du beispielsweise ein neues Seminarformat entwickeln, denkst du vielleicht bald an einen ersten Workshop mit einer kleinen Testgruppe. Ausgewählte Teilnehmende könnten kostenlos mitmachen und dir anschließend sagen, was hilfreich war und was noch fehlt.

So bekommst du Erfahrungen, die dir eine Marktanalyse allein kaum liefern würde. Mit einer ersten Version, die noch nicht perfekt ist, kannst du häufig gut leben. Du gehst davon aus, dass sich manches beim Ausprobieren klärt. Besonders zufrieden bist du vielleicht dann, wenn endlich ein Termin steht, ein Entwurf entsteht oder der erste Versuch beginnt.


Die Superkraft

Du erleichterst den Anfang und hilfst anderen, aus einer Idee einen konkreten Schritt zu machen.

In einem Unternehmen funktioniert beispielsweise die Zusammenarbeit zwischen zwei Abteilungen seit Monaten schlecht. Informationen kommen zu spät, Zuständigkeiten sind unklar und beide Seiten ärgern sich. Vorschläge gibt es reichlich: ein gemeinsames digitales System, neue Abstimmungsprozesse, regelmäßige Besprechungen und am besten gleich ein umfassendes Veränderungsprojekt. Bei der Frage, womit ihr anfangen sollt, wird es still.

Eine Mitarbeiterin mit Tatkraft schlägt einen gemeinsamen Termin für die kommende Woche vor. Dort sollen die drei häufigsten Probleme besprochen und erste Verbesserungen vereinbart werden. Tatsächlich klären die Beteiligten eine wichtige Zuständigkeit, vereinfachen einen Informationsweg und benennen feste Ansprechpartner.

Damit ist längst nicht alles gelöst. Aber die Zusammenarbeit verändert sich bereits, und die Beteiligten erleben, dass ihre Gespräche etwas bewirken können. Diesen Übergang vom Überlegen zum Ausprobieren kannst du mit Tatkraft besonders gut unterstützen.


Typische Stärken

Menschen mit ausgeprägter Tatkraft können häufig besonders gut:

  • Ideen in konkrete Handlungen umsetzen
  • Projekte und Veränderungen anstoßen
  • Schnell erste Schritte entwickeln
  • Andere zum Handeln ermutigen
  • Neue Möglichkeiten praktisch ausprobieren
  • Entscheidungen voranbringen
  • Initiative ergreifen
  • Den Einstieg in anspruchsvolle Vorhaben erleichtern
  • Aus Erfahrungen lernen, die erst durch Handeln entstehen

Dieses Talent kann besonders hilfreich sein, wenn gute Ideen vorhanden sind, die Umsetzung aber immer wieder vertagt wird. Das passiert bei neuen Projekten ebenso wie in Veränderungsprozessen, bei der Produktentwicklung oder beim Aufbau neuer Angebote.

Du erkennst vielleicht einen überschaubaren Anfang, während andere noch das gesamte Vorhaben betrachten. Damit machst du es leichter, etwas auszuprobieren und anschließend auf einer konkreteren Grundlage weiterzuarbeiten.


Mögliche Schattenseiten

Eine neue Idee begeistert dich, und du siehst sofort, wie ihr beginnen könntet. Also organisierst du einen Termin, informierst erste Kollegen und bereitest die nächsten Schritte vor. Zwei Tage später fragt deine Führungskraft, ob die zuständige Fachabteilung bereits eingebunden ist. Die hattest du tatsächlich noch nicht auf dem Schirm. Nun fehlen wichtige Voraussetzungen, und ein Teil deiner Arbeit muss angepasst werden.

Wenn dich der Wunsch anzufangen stark antreibt, kannst du Informationen oder Beteiligte übersehen. Auch dein Tempo passt möglicherweise nicht zu dem deiner Kollegen.

Während du loslegen möchtest, wollen sie noch Fragen klären. Du erlebst das als Verzögerung, sie erleben deinen Vorschlag als übereilt.

Eine weitere Herausforderung kann die Zeit nach dem Start sein. Vielleicht macht dir das Anstoßen eines Projekts besonders viel Freude, während dich die anschließende Detailarbeit weniger interessiert. Daraus lässt sich keine grundsätzliche Unzuverlässigkeit ableiten. Es lohnt sich aber, bewusst zu organisieren, wie ein begonnenes Vorhaben weitergeführt und abgeschlossen wird.

Deine Entwicklungsaufgabe besteht darin, einen sinnvollen Start zu ermöglichen und dabei die notwendigen Informationen, Menschen und Rahmenbedingungen einzubeziehen.


Führung mit diesem Talent

Als Führungskraft mit Tatkraft bringst du häufig Bewegung in Vorhaben, die schon lange besprochen werden. Du erkennst konkrete nächste Schritte und kannst deinem Team helfen, eine Idee praktisch zu überprüfen. Möchte deine Abteilung beispielsweise einen neuen Kundenservice entwickeln, organisierst du vielleicht einen ersten Testlauf mit einer kleinen Kundengruppe. Ihr vereinbart einen überschaubaren Zeitraum und legt fest, woran ihr anschließend erkennt, ob der Service funktioniert.

So entstehen Erfahrungen, mit denen ihr weiterarbeiten könnt. Dein Team sieht, dass sich seine bisherigen Überlegungen auszahlen. Achte dabei darauf, dass dein persönliches Tempo nicht automatisch für alle gilt.

Einige Mitarbeitende möchten zunächst verstehen, welche Folgen der Test haben könnte oder welche Voraussetzungen noch fehlen. Ihre Fragen können wichtige Hinweise liefern.

Für dich kommt es darauf an, zwischen notwendiger Vorbereitung und zusätzlicher Absicherung zu unterscheiden. Dann kannst du einen zügigen Anfang ermöglichen, der fachlich gut begründet ist.


Mitarbeitende mit diesem Talent führen

Ein Mitarbeiter mit Tatkraft ist häufig früh dabei, wenn aus einer Idee etwas werden soll. Vielleicht entwickelt er schnell einen Vorschlag, übernimmt die Initiative oder organisiert den ersten Versuch.

Gib ihm Aufgaben, bei denen diese Bereitschaft gefragt ist, etwa die Vorbereitung eines Testlaufs oder die Entwicklung konkreter Umsetzungsschritte.

Vereinbart vorher, welche Entscheidungen er selbst treffen darf, welche Informationen vorliegen müssen und welche Kollegen beteiligt werden sollen. So weiß er, wo er direkt handeln kann und wann eine Abstimmung erforderlich ist.

Unnötige Freigabeschleifen können ihn dagegen frustrieren, besonders wenn er für jeden kleinen Schritt erneut nachfragen muss.

Mit klaren Grenzen und echtem Handlungsspielraum hilfst du ihm, seine Initiative sinnvoll einzusetzen und wichtige Voraussetzungen rechtzeitig zu berücksichtigen.


Zusammenarbeit im Team

Ein Team entwickelt einen neuen internen Prozess. Eine Kollegin sammelt Informationen, ein anderer Mitarbeiter untersucht die bisherigen Abläufe und eine dritte Person entwirft Ideen für die künftige Zusammenarbeit. Nach mehreren Wochen liegt viel Material vor, ausprobiert wurde bisher nichts.

Ein Kollege mit Tatkraft schlägt vor, eine der Ideen zwei Wochen lang zu testen. Daraufhin klärt die Kollegin, welche Daten benötigt werden. Der analytische Mitarbeiter formuliert Erfolgskriterien, und die kreative Kollegin entwickelt eine einfache Testvariante.

Gemeinsam schaffen sie einen ersten Schritt, der von allen Beiträgen profitiert. Nach zwei Wochen wissen sie, welche Annahmen sich bestätigen und wo Anpassungen nötig sind. Ihre Diskussion wird konkreter, weil sie sich auf tatsächliche Erfahrungen beziehen können.

Tatkraft kann einem Team helfen, diesen Anfang zu machen. Besonders hilfreich ist dabei die Bereitschaft, die Informationen und Perspektiven anderer in den Versuch einzubauen.


Kommunikation

  • „Was ist der nächste Schritt?“,
  • „Wann können wir anfangen?“
  • „Wer übernimmt das?“

Das sind Fragen, die dir möglicherweise schnell in den Sinn kommen.

Damit lenkst du die Aufmerksamkeit auf das, was aus einem Gespräch entstehen soll. Gerade in festgefahrenen Besprechungen kann das sehr hilfreich sein.

Deine direkte Art kann allerdings auch ungeduldig wirken. Wenn eine Kollegin Risiken erklärt und du mit „Irgendwann müssen wir doch mal anfangen“ reagierst, fühlt sie sich womöglich übergangen. Du möchtest einen Start ermöglichen, bei ihr kommt an, dass ihre Überlegungen unerwünscht sind.

Versuche deshalb, ihre Hinweise aufzugreifen und nach ihrer Bedeutung für das weitere Vorgehen zu fragen: „Welche dieser Risiken müssen wir vor dem Start klären, und was könnten wir bereits ausprobieren?“

Damit bringst du das Gespräch voran und gibst ihrer Einschätzung einen konkreten Platz in der Vorbereitung.


Typische Missverständnisse

„Du bist ungeduldig.“

Vielleicht möchtest du tatsächlich früher anfangen als andere. Dahinter kann die Erfahrung stehen, dass ein praktischer Versuch hilfreiche Antworten liefert.


„Du handelst unüberlegt.“

Früh aktiv zu werden bedeutet nicht automatisch, Risiken zu ignorieren. Auch ein kleiner Test kann sorgfältig vorbereitet sein.


„Du möchtest immer bestimmen.“

Wer Initiative ergreift, möchte deshalb noch lange nicht alle Entscheidungen allein treffen. Vielleicht geht es der Person vor allem darum, einen Anfang zu finden.


„Du bringst nie etwas zu Ende.“

Die Freude am Start sagt wenig darüber aus, wie zuverlässig jemand Aufgaben abschließt. Weitere Talente, Fähigkeiten und Arbeitsbedingungen spielen ebenfalls eine Rolle.


„Du bist ständig hektisch.“

Tatkraft kann sich auch sehr ruhig zeigen. Ein gelassener Mensch, der einen Termin festlegt und den ersten Versuch organisiert, kann dieses Talent ebenso zum Ausdruck bringen wie jemand, der voller Begeisterung zum Aufbruch aufruft.


Stressauslöser

Wenn gute Ideen immer wieder besprochen werden und anschließend liegen bleiben, kann dich das erheblich frustrieren.

Mögliche Stressauslöser sind:

  • Endlose Diskussionen ohne konkrete Ergebnisse
  • Projekte, die immer wieder verschoben werden
  • Unnötig komplizierte Entscheidungsprozesse
  • Fehlende Möglichkeiten, neue Ideen auszuprobieren
  • Sehr starre Genehmigungswege
  • Besprechungen ohne klare nächste Schritte
  • Ein Arbeitsumfeld, in dem Initiative kaum erwünscht ist
  • Das Gefühl, dass gute Möglichkeiten ungenutzt bleiben

Besonders schwierig kann es für dich sein, bereits einen praktikablen ersten Schritt zu sehen und trotzdem nicht beginnen zu dürfen. Schließlich möchtest du auch durch Erfahrungen dazulernen. Manche Vorhaben brauchen allerdings eine gründliche Vorbereitung, etwa wenn hohe Kosten, Sicherheitsfragen oder rechtliche Folgen damit verbunden sind.

Ein Versuch eignet sich nicht für jedes Risiko. Hilfreich ist deshalb die Unterscheidung zwischen einem überschaubaren Test, den ihr bei Bedarf anpassen könnt, und einer Entscheidung mit weitreichenden Folgen.


So führst du jemanden mit diesem Talent

Übertrage der Person Aufgaben, bei denen Initiative einen konkreten Nutzen hat. Sie könnte ein neues Projekt anstoßen, erste Versuche organisieren oder die nächsten Schritte eines Veränderungsvorhabens koordinieren.

Klärt gemeinsam das Ziel, die notwendigen Voraussetzungen und die Entscheidungsbefugnisse.

Besprecht auch, welche Schritte sofort möglich sind und welche zunächst abgestimmt werden müssen. So kann dein Mitarbeiter lernen, einen kleinen Versuch von einer weitreichenden Entscheidung zu unterscheiden. Wenn du ihm Verantwortung überträgst, braucht er ausreichend Spielraum, um tatsächlich etwas umzusetzen.

Vereinbart zugleich Zwischenziele und einen klaren Abschluss. Dadurch bleibt auch nach dem ersten Anstoß sichtbar, wer die nächsten Aufgaben übernimmt und wie ihr das Ergebnis überprüft. Seine Initiative bekommt so einen Rahmen, in dem aus dem Anfang eine verlässliche Umsetzung werden kann.


Reflexionsübung

Vom Gedanken zum ersten Schritt: Denke an eine Idee, die dich schon länger beschäftigt. Vielleicht möchtest du ein Angebot entwickeln, einen Ablauf verbessern oder ein persönliches Projekt beginnen. Du hast darüber nachgedacht und möglicherweise mit anderen gesprochen, umgesetzt wurde bisher wenig.

Nimm dir ein paar Minuten für diese Fragen:

1. Was möchte ich konkret erreichen?

Beschreibe dein Ziel so verständlich, dass du selbst klar vor Augen hast, worum es geht.

2. Was ist der kleinste sinnvolle erste Schritt?

Das könnte ein Gespräch, ein Entwurf oder ein überschaubarer Test sein.

3. Welche Informationen brauche ich unbedingt vor dem Start?

Unterscheide notwendige Voraussetzungen von zusätzlichen Informationen, die du auch später einholen kannst.

4. Wen sollte ich einbeziehen?

Überlege, wessen Wissen oder Zustimmung für den Anfang wichtig ist.


5. Wann werde ich diesen ersten Schritt tatsächlich machen?

Lege einen konkreten Termin fest. Die Übung hilft dir, einen durchdachten Anfang zu finden, der dich deinem Ziel näherbringt. Du musst dafür noch nicht jede Einzelheit des gesamten Vorhabens kennen.


Praxisbeispiel

In einer Abteilung dauern die Besprechungen seit Monaten zu lange. Es wird ausführlich diskutiert, Entscheidungen und nächste Schritte bleiben trotzdem häufig unklar. Die Führungskraft hat bereits Vorschläge gesammelt: kürzere Termine, eine bessere Agenda und eine verlässlichere Dokumentation. Im Alltag hat sich bislang wenig verändert.

Eine Mitarbeiterin mit Tatkraft regt an, vier Wochen lang ein neues Besprechungsformat zu testen. Gemeinsam mit zwei Kollegen entwickelt sie einen einfachen Ablauf. Die wichtigsten Themen kommen zuerst, und bei jedem Tagesordnungspunkt steht dabei, ob es um Information, Diskussion oder eine Entscheidung geht. Zum Abschluss wird festgehalten, wer welche Aufgabe bis wann übernimmt.

Die Mitarbeiterin organisiert den ersten Termin und sammelt danach Rückmeldungen. Einige Kollegen finden den Ablauf sofort hilfreich, andere wünschen sich bei bestimmten Themen mehr Zeit zum Austausch.

Das Team passt das Format an. Nach vier Wochen sind die Besprechungen strukturierter, Entscheidungen besser dokumentiert und Zuständigkeiten klarer. Perfekt läuft weiterhin nicht alles, doch das Team hat eine Verbesserung ausprobiert und aus den Erfahrungen gelernt. Der Beitrag der Mitarbeiterin bestand vor allem darin, den Versuch anzustoßen und aus einer lange besprochenen Idee eine konkrete Veränderung zu machen.


Woran erkennst du dieses Talent in den ersten fünf Minuten eines Gesprächs?

Vielleicht fragt dein Gegenüber früh danach, wie eine Idee ausprobiert werden könnte. Die Person erzählt gerne von einem ersten Versuch und davon, was sie dabei gelernt hat.

Aussagen wie „Was hält uns davon ab, anzufangen?“, „Wir müssen noch nicht alles vorher wissen“ oder „Wann legen wir los?“ können Hinweise sein. Möglicherweise fällt dir auf, wie selbstverständlich jemand vom Gedanken zur Umsetzung übergeht.

Schnelles Handeln allein sagt allerdings wenig über ein Talentprofil aus. Eine berufliche Rolle kann zügige Entscheidungen verlangen, und auch Erfahrung oder erlernte Arbeitsweisen beeinflussen das Verhalten.

Interessant ist deshalb die dahinterliegende Freude daran, etwas anzustoßen und durch Handeln weiterzukommen. Ein kurzes Gespräch kann dafür Anhaltspunkte liefern, ersetzt aber keine fundierte Talentanalyse.


Achtung, Verwechslungsgefahr!

Tatkraft (Activator) oder Leistungsorientierung (Achiever)

Beide Talente können dazu beitragen, dass Menschen aktiv werden und viel bewegen. Der besondere Reiz liegt jedoch möglicherweise an unterschiedlichen Stellen.

Menschen mit Tatkraft möchten häufig den Übergang von einer Idee zur Handlung schaffen. Sie freuen sich, wenn etwas beginnt und der erste Schritt gemacht wird.

Menschen mit Leistungsorientierung erleben häufig einen starken Antrieb, produktiv zu sein und Aufgaben zu erledigen. Zufriedenheit entsteht für sie besonders dadurch, dass sie etwas geschafft haben.

Bei einem neuen Projekt interessiert sich die Kollegin mit Tatkraft vielleicht zuerst dafür, wann ihr starten könnt. Der Kollege mit Leistungsorientierung überlegt bereits, welche Aufgaben er übernehmen und was er diese Woche erledigen kann. Beide engagieren sich, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.

Merksatz: Tatkraft möchte ins Handeln kommen. Leistungsorientierung möchte etwas schaffen.

Sind beide Talente stark ausgeprägt, können sich die Freude am Anfang und der Antrieb, Aufgaben konsequent zu bearbeiten, gut ergänzen.


Besonders wirkungsvoll im Zusammenspiel mit ...

Deine weiteren Talente beeinflussen, welche Ideen du aufgreifst und wie du sie in die Umsetzung bringst.

  • Tatkraft + Vorstellungskraft (Ideation): Du entwickelst neue Ideen und möchtest herausfinden, was daraus werden kann. Kreative Gedanken führen dadurch schnell zu ersten Versuchen.
  • Tatkraft + Strategie (Strategic): Du erkennst verschiedene Wege zum Ziel und findest einen geeigneten Anfang.
  • Tatkraft + Fokus (Focus): Du kommst gerne ins Handeln und richtest deine Aktivitäten auf ein wichtiges Ziel aus.
  • Tatkraft + Kommunikationsfähigkeit (Communication): Du kannst deine Vorschläge anschaulich vermitteln und andere dafür gewinnen, gemeinsam etwas auszuprobieren.
  • Tatkraft + Verantwortungsgefühl (Responsibility): Du ergreifst Initiative und nimmst deine Zusagen ernst. Das kann dir helfen, angestoßene Vorhaben verlässlich weiterzuführen.

Diese Beispiele beschreiben mögliche Zusammenhänge und keine festen Persönlichkeitstypen. Wie sich die Kombinationen bei dir zeigen, hängt von deinem gesamten Talentprofil, deinen Erfahrungen und der jeweiligen Situation ab.


Leadership-Merksatz

Du machst aus Ideen konkrete Schritte und erleichterst den Anfang. Als Führungskraft schaffst du Raum für Initiative, klärst die notwendigen Voraussetzungen und sorgst dafür, dass aus ersten Versuchen tragfähige Ergebnisse werden.

Porträt von Sandra Turner

Sandra Turner

Über die Autorin

Sandra Turner ist zertifizierte Gallup-Stärkencoachin, Leadership- und Teamcoach, Trainerin und Wirtschaftsmediatorin.

Sie begleitet Menschen dabei, ihre Talente zu entdecken, ihre persönliche Kombination zu verstehen und daraus echte Stärken zu entwickeln.