Du erzählst so begeistert von der Zukunft, dass andere am liebst mitkommen würden
Zukunftsorientierung (Futuristic), Domäne: Strategisches Denken (Strategic Thinking)
Die Maklerin entschuldigt sich zum dritten Mal für den Zustand der Räume. Der Putz bröckelt, aus der Decke hängen Kabel und in der Ecke steht ein ziemlich verlassener Bürostuhl. Du hörst ihr nur mit halbem Ohr zu.
In deinem Kopf sitzen hier bereits Menschen an einem großen Holztisch, diskutieren Ideen und trinken Kaffee. Durch die hohen Fenster fällt Licht auf eine Wand voller Zeichnungen. Hinten könnte ein Raum für Workshops entstehen, vorne ein offener Treffpunkt.
Du kannst dir sogar vorstellen, wie es sich anfühlen würde, morgens hier die Tür aufzuschließen. Deine Begleitung fragt nach den Heizkosten. Eine berechtigte Frage, der du dich gleich widmen wirst. Aber gerade siehst du, was aus diesen Räumen einmal werden könnte.
Wenn Zukunftsorientierung (Futuristic) zu deinen stärksten Gallup-Talenten gehört, kommt dir das vielleicht bekannt vor. Du entwickelst lebendige Vorstellungen von Möglichkeiten, die heute noch nicht existieren. Daraus kannst du Energie, Vorfreude und eine Richtung für deine Entscheidungen gewinnen.
Du kannst die Zukunft nicht vorhersagen. Aber du kannst dir ausmalen, welche Zukunft du gerne mitgestalten möchtest.
Das zeichnet dich aus
Du denkst möglicherweise gerne darüber nach, wie dein Leben, dein Beruf oder dein Unternehmen in einigen Jahren aussehen könnte. Dabei entstehen oft ziemlich konkrete Bilder.
Wenn eine Freundin über eine Selbstständigkeit nachdenkt, interessiert dich vielleicht sofort, wie ihr Alltag später aussehen würde: mit welchen Menschen sie arbeiten möchte, welche Projekte sie begeistern und wofür ihr Unternehmen bekannt sein könnte.
Während ihr darüber sprecht, wird aus einer vagen Idee eine Vorstellung, die sich greifbarer anfühlt.
Auch für dich selbst kann dieser Blick nach vorne anziehend sein. Vielleicht siehst du dich irgendwann in einem anderen Land leben, ein eigenes Angebot entwickeln oder eine Fähigkeit einsetzen, die du heute erst zu lernen beginnst.
Es muss dabei keineswegs immer um große berufliche Vorhaben gehen. Eine Reise, ein zukünftiges Zuhause oder eine andere Gestaltung deines Alltags können dich genauso beschäftigen.
Die Möglichkeiten, die vor dir liegen, haben für dich oft schon heute eine spürbare Bedeutung.
Die Superkraft
Du kannst eine mögliche Zukunft so anschaulich beschreiben, dass andere anfangen, sich ebenfalls damit zu beschäftigen.
Ein Unternehmen möchte beispielsweise mehr junge Fachkräfte gewinnen. Zunächst geht es um Einstiegsgehälter, Stellenanzeigen und zusätzliche Recruiting-Kanäle.
Eine Führungskraft mit Zukunftsorientierung erweitert die Diskussion um die Frage, welche Art von Arbeitgeber das Unternehmen in fünf Jahren sein möchte. Wie würden Menschen dort arbeiten, lernen und Verantwortung übernehmen? Was würden sie Freunden über ihren Arbeitsalltag erzählen?
Gemeinsam entsteht eine Vorstellung von einem Unternehmen, in dem Entwicklung, gute Führung und Zusammenarbeit zwischen den Generationen einen festen Platz haben.
Daraus lassen sich konkrete Vorhaben ableiten, etwa neue Lernmöglichkeiten, veränderte Führungsgrundsätze oder mehr Beteiligung der Mitarbeitenden.
Ein solches Bild garantiert noch keinen Erfolg. Es braucht Prüfung, Ressourcen und verlässliche Umsetzung.
Dein Beitrag kann darin liegen, einen größeren Zusammenhang sichtbar zu machen und zu zeigen, wofür sich die Arbeit lohnen könnte.
Typische Stärken
Menschen mit ausgeprägter Zukunftsorientierung können häufig besonders gut:
- Attraktive und lebendige Zukunftsbilder entwickeln
- Langfristige Möglichkeiten erkennen
- Über bestehende Grenzen hinausdenken
- Andere Menschen für zukünftige Ziele begeistern
- Entwicklungen aus einer langfristigen Perspektive betrachten
- Sich durch die Vorstellung zukünftiger Erfolge motivieren
- Neue Perspektiven für Unternehmen, Teams oder Projekte eröffnen
- Veränderungen mit einer positiven Zukunftsvorstellung verbinden
- Langfristigen Zielen eine anschauliche Bedeutung geben
Dieses Talent kann hilfreich sein, wenn Menschen eine gemeinsame Richtung suchen, etwa bei strategischen Veränderungen, in der Unternehmensentwicklung oder beim Erarbeiten einer Vision.
Auch nach schwierigen Zeiten kann eine glaubwürdige Perspektive neue Zuversicht geben. Sie hilft dabei, den Zusammenhang zwischen den heutigen Anstrengungen und einer gewünschten Entwicklung zu verstehen.
Mögliche Schattenseiten
Du kannst dir bereits genau vorstellen, wie erfolgreich euer neues Angebot in einigen Jahren sein könnte. Du siehst begeisterte Kunden, ein wachsendes Team und Möglichkeiten, die heute noch weit entfernt erscheinen. Beim Erzählen fallen dir immer weitere Einzelheiten ein.
Dann fragt eine Kollegin, wer nächste Woche die ersten Aufgaben übernimmt. Darüber hast du noch nicht nachgedacht. Die Vorstellung der Zukunft kann so faszinierend sein, dass die notwendigen Schritte im Alltag zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.
Auch im Gespräch entsteht manchmal Abstand: Du bist gedanklich mehrere Jahre voraus, während dein Team gerade versucht, die kommende Woche zu bewältigen. Deine Begeisterung erreicht die anderen dann kaum.
Zusätzlich besteht die Gefahr, dass ein attraktives Bild mit einer sicheren Entwicklung verwechselt wird. Fehlende Mittel, andere Prioritäten oder veränderte Bedingungen können dazu führen, dass sich vieles anders entwickelt als erhofft.
Vielleicht wirkt auch die Gegenwart neben deinen Vorstellungen etwas blass und du übersiehst, was bereits gelungen ist.
Dein Zukunftsbild wird hilfreicher, wenn du es mit der heutigen Situation verbindest und offen dafür bleibst, es weiterzuentwickeln.
Führung mit diesem Talent
Als Führungskraft mit Zukunftsorientierung kannst du deinem Team eine Perspektive geben, die über die nächsten Aufgaben hinausreicht. Gerade bei größeren Veränderungen kann das wertvoll sein.
Werden neue Technologien eingeführt, sorgen sich Mitarbeitende vielleicht darum, ob ihre Fähigkeiten noch gebraucht werden oder wie sich ihre Aufgaben verändern. Du kannst gemeinsam mit ihnen erkunden, welche Möglichkeiten entstehen könnten: mehr Zeit für anspruchsvolle Beratung, neue Tätigkeiten oder eine bessere Zusammenarbeit.
Hör dabei auch zu, wenn jemand Zweifel äußert. Eine attraktive Vorstellung wird glaubwürdig, wenn du erklären kannst, worauf sie beruht, was noch offen ist und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssten.
Versprich keine Sicherheit, die du nicht geben kannst. Zeig vielmehr, woran ihr arbeiten könnt und wie die Mitarbeitenden daran beteiligt werden.
Deine Stärke liegt darin, eine Richtung sichtbar zu machen, ohne die Schwierigkeiten auf dem Weg auszublenden.
Mitarbeitende mit diesem Talent führen
Ein Mitarbeiter mit ausgeprägter Zukunftsorientierung kann viel beitragen, wenn ihr langfristige Perspektiven für Produkte, Dienstleistungen oder euren Bereich entwickelt.
Beziehe ihn frühzeitig ein und gib ihm Gelegenheit, seine Vorstellungen zu erläutern. Vielleicht beschreibt er Möglichkeiten, die im Tagesgeschäft bislang wenig Aufmerksamkeit bekommen haben.
Erkläre bei aktuellen Aufgaben auch den größeren Zusammenhang. Wenn er versteht, welchen Beitrag ein Projekt zur gewünschten Entwicklung leisten kann, gewinnt seine Arbeit möglicherweise zusätzliche Bedeutung.
Vereinbare zugleich klare Ergebnisse für die nächste Zeit.
- Welche Aufgabe hat jetzt Vorrang?
- Welche Ressourcen sind vorhanden?
- Was soll bis zu welchem Termin erreicht werden?
So hilfst du ihm, seine langfristige Begeisterung mit dem zu verbinden, was heute tatsächlich ansteht.
Zusammenarbeit im Team
Ein Projektteam beschäftigt sich mit der zukünftigen Ausrichtung eines Unternehmensbereichs.
Die Kollegin mit Zukunftsorientierung beschreibt, welche Leistungen ihr in einigen Jahren anbieten und welche Rolle ihr im Unternehmen übernehmen könntet. Ein Mitarbeiter mit Analytisch prüft, welche Annahmen durch Informationen gestützt werden. Die Kollegin mit Kontext bringt Erfahrungen aus früheren Veränderungen ein und jemand mit Strategie entwickelt mögliche Wege zum Ziel.
Diese Beiträge können sich gut ergänzen, wenn alle bereit sind, ihre Vorstellung durch die anderen weiterzuentwickeln.
Eine kritische Frage muss das Zukunftsbild nicht zerstören. Sie kann helfen, es tragfähiger zu machen.
Ebenso kann dein Blick nach vorne verhindern, dass ihr euch ausschließlich an heutigen Grenzen orientiert. Gemeinsam lässt sich eine Richtung entwickeln, die attraktiv ist und deren Voraussetzungen ihr bewusst prüft.
Kommunikation
Wenn du über eine mögliche Zukunft sprichst, wird deine Begeisterung vielleicht sofort spürbar. Du beschreibst, was entstehen könnte, wie Menschen zusammenarbeiten würden und welche Bedeutung eure Arbeit hätte.
Für andere bleibt dabei manchmal offen, was das mit ihrem Alltag zu tun hat. Ein Mitarbeiter kann deine Vorstellung interessant finden und trotzdem nicht wissen, was er ab Montag anders machen soll.
Hilfreich ist deshalb, das große Bild durch konkrete Beispiele zu ergänzen. Wenn ihr künftig für außergewöhnlich gute Beratung bekannt sein möchtet, könnte ein erster Schritt darin bestehen, einen neuen Beratungsablauf mit ausgewählten Kunden zu testen.
Erkläre, wie dieser Versuch zum größeren Ziel beiträgt.
Unterscheide außerdem deutlich zwischen einer Möglichkeit, einem gemeinsam beschlossenen Ziel und einer verbindlichen Zusage.
Je besser Menschen ihren eigenen Beitrag erkennen können, desto eher wird aus deiner Vorstellung eine gemeinsame Richtung.
Typische Missverständnisse
„Du bist ein Träumer.“
Lebendige Zukunftsbilder können einen praktischen Wert haben, etwa indem sie Entscheidungen eine Richtung geben. Ob eine Vorstellung tragfähig ist, muss trotzdem geprüft werden.
„Du interessierst dich nicht für die Gegenwart.“
Dein Blick nach vorne bedeutet nicht automatisch, dass dir aktuelle Aufgaben unwichtig sind. Vielleicht erhalten sie für dich gerade durch das langfristige Ziel ihren Sinn.
„Du glaubst, die Zukunft vorhersagen zu können.“
Zukunftsorientierung beschreibt die Freude an möglichen Entwicklungen, keine Fähigkeit zur zuverlässigen Vorhersage.
„Du möchtest ständig große Veränderungen.“
Ein Zukunftsbild kann auch darauf aufbauen, etwas Bewährtes zu erhalten und weiterzuentwickeln.
„Du redest nur über Visionen.“
Wie konsequent jemand Vorstellungen umsetzt, hängt auch von weiteren Talenten, Fähigkeiten, Erfahrungen und den vorhandenen Möglichkeiten ab.
Stressauslöser
Wenn langfristige Perspektiven dauerhaft fehlen, kann das für Menschen mit ausgeprägter Zukunftsorientierung belastend sein.
Mögliche Stressauslöser sind:
- Ein Arbeitsumfeld ohne langfristige Ziele
- Ausschließlich kurzfristige Aufgaben ohne erkennbare Entwicklungsperspektive
- Fehlende Möglichkeiten, über zukünftige Entwicklungen nachzudenken
- Entscheidungen, bei denen langfristige Konsequenzen kaum berücksichtigt werden
- Ein Umfeld, in dem neue Zukunftsideen grundsätzlich abgelehnt werden
- Das Gefühl, dass sich beruflich oder persönlich nichts weiterentwickelt
- Unklare strategische Ausrichtungen
- Situationen, in denen eine attraktive Zukunftsvorstellung fehlt
Besonders frustrierend kann es sein, Möglichkeiten zu sehen, die du mit niemandem besprechen kannst.
Gleichzeitig braucht der Alltag Aufgaben, deren Bedeutung sich nicht unmittelbar an einer großen Vision festmachen lässt. Auch ein Zukunftsbild darf sich verändern, wenn neue Erfahrungen hinzukommen.
Hilfreich ist, an der langfristigen Richtung interessiert zu bleiben und zugleich zu prüfen, welche Vorstellungen noch passen und welche angepasst werden sollten.
So führst du jemanden mit diesem Talent
Gib der Person Aufgaben, bei denen ihr Blick nach vorne einen konkreten Nutzen hat. Sie könnte an einem Strategieprojekt mitarbeiten, zukünftige Einsatzmöglichkeiten eines Angebots beschreiben oder gemeinsam mit anderen eine Perspektive für einen Veränderungsprozess entwickeln.
Klärt, welchen Zeitraum ihr betrachtet, welche Fragen beantwortet werden sollen und welches Ergebnis gebraucht wird. Eine Geschichte, eine Zeichnung oder die Beschreibung eines zukünftigen Arbeitstages kann helfen, ihre Vorstellungen verständlich zu machen.
Prüft anschließend gemeinsam die Voraussetzungen: Was müsste sich verändern, welche Annahmen sind noch unsicher und was könntet ihr bereits heute ausprobieren?
Vereinbart daraus überschaubare Schritte. So bekommt die Zukunftsvorstellung eine Verbindung zur täglichen Arbeit und kann anderen bei Entscheidungen helfen.
Reflexionsübung
Ein Blick in deine Zukunft.
Stell dir vor, du reist gedanklich fünf Jahre nach vorne. Es ist ein gewöhnlicher Arbeitstag, doch vieles hat sich so entwickelt, wie du es dir gewünscht hast.
1. Wie sieht dein beruflicher Alltag aus?
Welche Aufgaben übernimmst du und mit welchen Menschen arbeitest du zusammen?
2. Was begeistert dich an deiner Arbeit besonders?
Vielleicht setzt du neue Fähigkeiten ein oder beschäftigst dich mit Themen, die dir viel bedeuten.
3. Was hast du in den vergangenen fünf Jahren erreicht?
Überlege, welche Entwicklungen dich stolz machen würden.
4. Welche Entscheidungen haben dazu beigetragen?
Vielleicht hast du eine Weiterbildung begonnen, eine neue Aufgabe übernommen oder eine Veränderung gewagt.
5. Welchen ersten Schritt könntest du bereits heute machen?
Wähle etwas Konkretes, das du in den kommenden Tagen angehen kannst. Diese Vorstellung ist keine Vorhersage. Sie kann dir jedoch zeigen, was dir wichtig ist und welche heutigen Entscheidungen dich einer gewünschten Entwicklung näherbringen könnten.
Praxisbeispiel
Eine Führungskraft übernimmt einen Bereich, der mehrere Umstrukturierungen erlebt hat. Die Mitarbeitenden sind erschöpft und wissen kaum, wie es langfristig weitergehen soll.
Die neue Leiterin mit ausgeprägter Zukunftsorientierung beginnt mit Gesprächen. Sie hört zu und versucht zu verstehen, welche Erfahrungen das Team geprägt haben. Dabei wird deutlich, dass die täglichen Aufgaben zwar klar sind, aber eine gemeinsame Perspektive fehlt.
In einem Workshop beschäftigt sich das Team deshalb damit, wie sein Bereich in fünf Jahren aussehen könnte.
- Welche Leistungen möchte es anbieten?
- Wofür soll es im Unternehmen bekannt sein?
- Wie möchten die Menschen zusammenarbeiten?
Nach anfänglicher Zurückhaltung entsteht das Bild eines Bereichs, der seine Kompetenzen gezielt weiterentwickelt und ein verlässlicher Partner für andere Abteilungen ist. Gemeinsam werden erste Ziele und konkrete Schritte vereinbart, etwa neue Qualifikationen, angepasste Abläufe und regelmäßiger Austausch zwischen den Teams.
Die Führungskraft sorgt dafür, dass Zuständigkeiten geklärt und Fortschritte besprochen werden. Nicht jeder Wunsch lässt sich erfüllen. Die Mitarbeitenden können aber wieder besser erkennen, wohin sich ihr Bereich entwickeln soll und wie ihre Arbeit dazu beiträgt.
Woran erkennst du dieses Talent in den ersten fünf Minuten eines Gesprächs?
Vielleicht beschreibt dein Gegenüber sehr anschaulich, wie ein Projekt oder Unternehmen in einigen Jahren aussehen könnte.
Die Person wird lebendig, wenn sie über Möglichkeiten spricht, und kann ihrer Vorstellung bereits viele Einzelheiten geben. Interessant ist dabei, ob ihr dieses Nachdenken von sich aus Freude macht und Energie gibt.
Langfristige Planung allein ist noch kein Hinweis auf ein stark ausgeprägtes Talent.
Sie kann zu einer beruflichen Aufgabe gehören oder durch eine aktuelle Lebensentscheidung notwendig werden. Auch ein voller Terminkalender für das nächste Jahr sagt wenig über Zukunftsorientierung aus.
Achte eher darauf, wie selbstverständlich jemand mögliche Entwicklungen ausmalt und welche Bedeutung diese Bilder für ihn haben.
Solche Beobachtungen können ein Gespräch über Talente anregen, ersetzen aber keine fundierte Talentanalyse.
Achtung, Verwechslungsgefahr!
Zukunftsorientierung (Futuristic) oder Strategie (Strategic)
Beide Talente können bei der langfristigen Ausrichtung eines Unternehmens eine Rolle spielen, haben jedoch häufig unterschiedliche Schwerpunkte.
Menschen mit Zukunftsorientierung entwickeln gerne Vorstellungen davon, wie etwas einmal sein könnte.
Menschen mit Strategie erkennen verschiedene Wege zu einem Ziel und vergleichen mögliche Vorgehensweisen.
Eine Führungskraft mit Zukunftsorientierung könnte beispielsweise beschreiben, wie das Unternehmen in zehn Jahren für seine außergewöhnlichen Lösungen geschätzt wird und welche Bedeutung das für Kunden und Mitarbeitende hätte. Die Führungskraft mit Strategie überlegt, ob dieses Ziel durch eine Spezialisierung, neue Partnerschaften oder ein erweitertes Angebot erreichbar wäre.
Zukunftsorientierung sieht, was möglich werden könnte. Strategie erkennt Wege, wie wir dorthin gelangen können.
Beide Talente können bei derselben Person stark ausgeprägt sein und sich ergänzen: Die attraktive Vorstellung gibt eine Richtung, das Denken in Alternativen hilft bei der Wahl des Weges.
Besonders wirkungsvoll im Zusammenspiel mit ...
Deine weiteren Talente beeinflussen, welche Zukunftsbilder dich ansprechen und wie du mit ihnen arbeitest.
- Zukunftsorientierung + Strategie (Strategic): Du entwickelst Vorstellungen von einer gewünschten Zukunft und erkennst unterschiedliche Wege, ihr näherzukommen.
- Zukunftsorientierung + Kommunikationsfähigkeit (Communication): Du kannst zukünftige Möglichkeiten anschaulich beschreiben und anderen vermitteln, was dich daran begeistert.
- Zukunftsorientierung + Fokus (Focus): Du hast langfristige Ziele vor Augen und kannst deine Aufmerksamkeit auf die Schritte richten, die dazu beitragen.
- Zukunftsorientierung + Vorstellungskraft (Ideation): Du beschäftigst dich gerne mit dem, was möglich werden könnte, und entwickelst dazu ungewöhnliche Ideen und Verbindungen.
- Zukunftsorientierung + Entwicklung (Developer): Du kannst dir vorstellen, wie Menschen sich weiterentwickeln könnten, und begleitest aufmerksam ihre Fortschritte. Diese Beispiele beschreiben mögliche Wechselwirkungen.
Wie sie sich tatsächlich zeigen, hängt von deinem gesamten Talentprofil, deinen Erfahrungen und der jeweiligen Situation ab.
Leadership-Merksatz
Du machst sichtbar, wofür sich Entwicklung lohnen könnte. Als Führungskraft gestaltest du mit deinem Team eine glaubwürdige Perspektive, sprichst offen über Unsicherheiten und verbindest das Zukunftsbild mit konkreten Schritten im Alltag.